~ Wer schläft Wo, Wie und Warum? ~

Es ist an der Zeit euch von unseren Schlafverhältnissen zu berichten, denn Wer bei uns Wo schläft, und vor allem Warum war am Anfang gar nicht so leicht festzulegen.

Der Hund kommt nicht ins Bett! So oder so ähnlich waren meine Gedanken bevor Django bei uns einzog. Das hatte nichts mit Reinlichkeit oder der vermeintlichen Rangordnung zu tun, sondern eher damit, dass unser Bett ein Ort der Ruhe für mich und das Herrchen bleiben sollte. Soviel zum ursprünglichen Plan. Die Realität, als dieses kleine Etwas von nicht einmal 4kg bei uns einzog, sah deutlich anders aus. Nach der nervenaufreibenden Heimfahrt (Details könnt ihr hier nachlesen *KLICK*) war der kleine Racker so durcheinander, dass er den gesamten Nachmittag verschlief. Wir verbrachten die ersten Nacht gemeinsam bei meinen Schwiegereltern, ehe wir am nächsten Tag den Weg in Djangos endgültige Heimat antraten. Der Plan sah also wie folgt aus. Wir stellen einen kuschlige Box direkt auf Kopfhöhe ans Bett, sodass Django uns jederzeit sehen kann. Die Box sollte aber geschlossen bleiben, damit er sich gleich daran gewöhnt dort drinnen zu schlafen und sich bemerkbar machen muss, wenn er mal MUSS. Heimweh kann jedoch sehr schmerzhaft sein, sodass Django uns einen direkten Strich durch diese Rechnung machte.

~ 22:00 Uhr ~

Nun war es an der Zeit ins Bett zu gehen. Der mittlerweile ausgeschlafen Jungspund dachte natürlich mit keiner Körperzelle daran sich jetzt in eine Box zu legen und zu schlafen. Also wurde noch einmal eine Runde auf der Couch gespielt. Daraufhin musste natürlich noch einmal die Blase entleert werden. Also stand ich da, im Schlafgewand auf dem Rasen und wartete bis der Herr sich löste. Aber auch das lag wieder nicht in seinem Interesse. Django fand Grashalme und Blumentöpfe wesentlich interessanter als einen Gedanken daran zu verschwenden jetzt Pipi zu machen. Also zog ich mir Gartenlatschen an und stapfte in die Dunkelheit. Durch die Bewegung machte sich dann doch endlich die drückende Blase bemerkbar, sodass wir endlich das Projekt “Ins Bettchen gehen” erneut starten konnte.

~ 23:00 Uhr ~

So langsam wurde auch Django wieder müde. Wir putzten uns noch schnell die Zähne und legten uns hin. Django buxierten wir kurzerhand in die Box und machten den Reißverschluss zu. Als Ablenkung lagen natürlich einige Leckereien bereit, sodass der Knirps nicht sofort merkte dass der Ausweg nun versperrt ist. Als alles verspeist war und Django nun nicht mehr unsere Aufmerksamkeit genoss, begann er zu quengeln. Ich dreht mich um und legte eine Hand ans Gitter. Django erwiderte sofort den Kontakt und versuchte sich durchs Gitter/meine Hand zu graben. Ich gab ein leises “Tschhh” von mir und es war Ruhe. Ich drehte mich also wieder in eine gemütliche Schlafposition als er wieder anfing zu fiebsen. Ich machte “Tschhh”, doch diesmal half es nicht. Das quietschen wurde nur noch schlimmer und lauter. Da meine Ohren an diesem Tag schon sehr beansprucht wurden, durch das herzzerreißende Jaulen während der Autofahrt, hielt ich dieses Geräusch an diesem Abend keine weitere Minute aus. Wer kann es auch übers Herz bringen dieses kleine Baby allein in der Box zu lassen?

~ 23:30 Uhr ~

Ich öffnete also den Reißverschluss zur Box und Django quetschte sich heraus. Freudig wedelnd schnüffelte er an meinem Gesicht. Ich platzierte ihn in der Mitte zwischen uns und der Herr suchte sich direkt den besten Platz aus. Auf meinem Kopfkissen, in mein Gesicht gekuschelt. Nun gut. Ich atmete einmal tief durch und platzierte mich drum herum. Endlich konnte wir alle einschlafen.

~ 02:30 Uhr ~

Plötzlich ein leichtes Kratzen und Rascheln. Ich schreckte hoch und auch das Herrchen stand schon im Bett. Django lag zwischen den Kissen und Kratze sich am Ohr. “Er muss bestimmt mal, er wirkt ganz unruhig” Also zog ich mir Pullover und Jogginghose über und rannte mit dem völlig verwirrten Welpen unterm Arm nach draußen. Dort schaute er mich nur verdutzt an. Und NU? Nichts. Er schnüffelt kurz an einer Blume und lief dann wieder nach drinnen. Fehlalarm. Also alle wieder ins Bett, Django wieder auf mein Kissen und weiter geschlafen.

~ 5:00 Uhr ~

Wieder eine Regung. Django krabbelte zum Fußende des Bettes und schaute uns an. Ich blieb diesmal etwas ruhiger und wartete erst einmal ab, ob er nicht doch nur wieder seine Schlafposition ändern wollte. Er legte sich aber nicht hin, sondern schnüffelte an der Decke, drehte sich im Kreis und schaute mich wieder an. Also das gleich Spielchen wieder. Ich zog mich an, schleppte den Herren nach unten in den Garten. Und Tatsächlich, diesmal tat er es. Juhhuuuu!!! Ich veranstaltete eine riesen Party und lobte den kleinen Mann bis in den Himmel. Super dachte ich mir und ging wieder ins Bett. Doch nun war die Partystimmung auch bei Django ausgebrochen, sodass er uns nicht mehr schlafen ließ.

~ 09:00Uhr ~

Rechtzeitig zum Frühstück schlief der feine Herr wieder ein. Die erste Nacht mit Welpe war geschafft und ich war es auch. Nun wussten wir, dass wir bei jeder Regung von Django eh wach werden würden und wir ihm das erleichtern draußen anbieten können. Also warum sollte er nicht auch weiterhin im Bett schlafen?

~ Die nächsten Tage ~

Die nächsten Nächte in seiner endgültigen Heimat liefen ähnlich. Django lag im Bett, ich wachte bei jedem Zuck auf und trug ihn nach draußen. Ich hatte Nachts einen so leichten Schlaf, weil ich Angst hatte mich auf das Würmchen zu drehen oder ihn unter meiner Decke zu begraben. Nach einer Woche war ich so müde, dass selbst mein Chef mich nach Hause schicken wollte, weil ich “echt nicht gut aussah”. So konnte es also nicht weiter gehen, Django muss an die Box gewöhnt werden, es hilft alles nichts.

~ Das Schlafbox Projekt ~ 

Also legten wir seine Box mit den weichesten Kuscheldecken aus die wir finden konnten und ich baute mein nächtliches Lager auf dem Boden direkt neben Django auf. Am Abend schob ich Django in die Box und machte den Reißverschluss zu. Nur einen kleinen Spalt ließ ich offen in den ich meine Hand steckte um Django in den Schlaf zu kraulen. Nach einigen Murren und Murksen beruhigte sich der kleine Engel und schlief, eng an meine Hand gekuschelt ein. Von einem stechenden Schmerz im Rücken wachte ich mitten in der Nacht auf. Ich war wohl doch aus der Jugend, in der man noch die ganze Nacht auf harten, kalten Böden schlafen kann, heraus gewachsen. Also zog ich vorsichtig meine Hand unter dem schlafenden Welpen hervor und kroch zurück in mein Bett. Dort holte ich den längst nötigen Schlaf nach, an dem es die letzten Nächte so sehr mangelte. Dies war die erste erfolgreiche Nacht in der Django in der Box schlief. Und nebenbei bemerkt auch die erste Nacht in der unser Welpe durch schlief ohne Pipi zu müssen. Die darauf folgenden Nächte musste er zwar ab und zu doch noch einmal raus. Er machte sich aber freundlich bemerkbar indem er am Netz kratzte und leise jaulte. Nach ca 4-5 Monaten konnten wir nachts die Box sogar offen lassen.

Aktuell haben wir uns so arrangiert, dass Django bis ca. 6 Uhr in seiner Box schläft und dann doch noch ins Bett zum Kuscheln kommt. Besonders in der Zeit wo ich mit der Grippe im Bett lag habe ich das Kuscheln morgens soooooooooooooo sehr genossen und will es jetzt auch nicht mehr missen müssen. Mit dieser Lösung scheinen aktuell alle sehr zufrieden zu sein. Django stapft jeden Abend, wenn ich die Jalousien zu mache und rufe “Ins Bettchen” freiwillig und ohne Murren in seine Box, rollt sich zusammen und schläft, mit einem kurzen grunzen, meist schneller ein als wir.

Wie schlafen eure Hunde so? Teilt ihr euch ein Bett oder haben eure Hunde gar kein Lust sich mit euch ins Bett zu quetschen? Ich würde mich freuen, wenn ihr eure Erfahrungen in einem Kommentar hinterlasst.




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