Von Chico, Listenrindern und dem Schutz menschlicher Tiere

Wir schreiben das Jahr 2000. Zwei Stiere, genauer gesagt Angus-Rinder, entkommen von ihrer Weide, laufen auf einen Spielplatz und attackieren ein Kind. Das Kind verstirbt an seinen Verletzungen. Untersuchungen ergeben, dass die Besitzer es wohl witzig fanden, die Stiere darauf abzurichten, wehende Tücher anzugreifen. Das T-Shirt des Kindes muss dieses Verhalten auch auf dem Spielplatz ausgelöst haben. Die Politik reagiert sofort. Alle Angus-Rinder werden zu Listenrindern erklärt, die Gesellschaft durch die Medien von ihrer Gefährlichkeit überzeugt. Die Haltung von Listenrindern wird in Zukunft hoch besteuert und ist nur noch unter Auflagen möglich.

18 Jahre später. Der Zuchtbulle Chico (ebenfalls ein Angus-Rind) tötet seine beiden Besitzer. Das Ereignis löst eine Welle der Solidarität und Bestürzung aus. Solidarität nicht für die Opfer, sondern für das Tier, das sie getötet hat. Bestürzung darüber, dass es aufgrund seiner Gefährlichkeit geschlachtet werden soll. Die Besitzer seien ja selbst schuld. Schließlich haben sie Chico nicht artgerecht gehalten. Er musste den ganzen Tag im Stall stehen und durfte nie auf die Weide. Kein Wunder, das der Arme ausgerastet sei, die Besitzer hätten den Tod doch verdient. Free Chico!

Diese Geschichte ist offensichtlich absurd. Natürlich ist sie auch nicht wahr. Aber fast. Ersetzt man „Rind“ durch „Hund“, ist sie so ähnlich passiert. (Angus-Rinder sind übrigens die erste Rasse, die mir eingefallen ist. Mir liegen keine Hinweise auf eine gesteigerte Gefährlichkeit dieser Rasse vor. Nur um das klarzustellen.) Und auch die wahre Geschichte ist absurd.

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