Der Hofamie-Hund

Als wir uns entschlossen Tabu zu uns zu holen, bemühten wir uns zeitgleich um einen Trainer. Wir wussten es wird eine anspruchsvolle Aufgabe mit einem 2 jährigen nichterzogenen Tierheimhund mit schlechter Vergangenheit. Die erste Frage die der Trainer mir stellte war: „Möchtest du einen Familienhund oder einen Hofhund? Je nachdem wie du dich entscheidest trainieren wir“.

Klang in erster Linie plausibel für mich, denn für mich war Familienhund – wie der Name ja schon aussagt – ein Hund dessen Familie das Leben mit ihm gestaltet. Na klar nicht nonstop, denn es gibt ja noch die Hundespielpartner und arbeiten muss man ja auch.

Hofhund war für mich eher die Schiene, der Hund bewacht Haus und Hof. Ist zwar auch bei seiner Familie, aber nicht in dem Ausmaß wie der Familienhund. Ich entschied ganz klar -> Familienhund. So war es schon immer mein Traum und so sollte es nun sein.

Wir gingen also 1x die Woche zum Training, fuhren gemeinsam fast überall hin (ob die Kinder in Schule und KiTa bringen, einkaufen oder woanders mal Gassi gehen). Wir lernten gemeinsam Grundgehorsam, Leinenführigkeit und Tricks. Tabu war immer um uns herum, auch draussen anfangs da er noch ziemlich viel Quatsch machte und lernen sollte wo die Grenzen sind.

  • Springe nicht am Zaun hoch, wenn der „Feind“ kommt (Tabu mag 2 Hund hier gar nicht)
  • Den Garten habe ich bereits winterfest gemacht Tabu, danke für die Löcher, wäre aber nicht nötig gewesen!
  • Ich weiß, du scheinst Gartenarbeit zu lieben, aber meine Beerensträucher stutze ich dann lieber selbst.
  • Und der Garten ist deine große Schatzkiste, dies weiß ich spätestens wenn du mit dem nächsten ausgegrabenen Kauknochen um die Ecke kommst.

Nun war man aber selbstständig, hatte 2 Kinder und war selbst einmal krank und mit Molly wollte auch gespielt werden. Also hatten wir alsbald einen Hofamie-Hund.

Hofamie? Einen Mix aus Hof- und Familienhund

Morgens wenn wir frühstücken und die erste Gassirunde gegangen wurde, mag Tabu es gerne bis wir losgehen noch draussen sein, egal ob hell oder dunkel. Also lasse ich ihn raus, wo er seine Hunde-Arbeiten (schnüffeln, abchecken etc.) erledigt und anschließend liegt er meist auf seiner Decke vor der Tür und macht Hofaufsicht.

Wenn die Kinder dann in Schule und KiTa sind, kommt dann die Molly-Spielstunde, in der er sich dann nochmal so richtig verausgaben kann. Nach 1 Stunde ist Tabu dann aber ziemlich müde und lässt ein dezentes „Knarz“ an der Tür verlauten daß er gerne rein möchte. Sollte man das Knarz mal überhört haben kommt auch ein kurzes „Jaul“ und wir wissen Bescheid.

Er legt sich dann meistens schlafen oder knabbert an seinen Spielsachen herum und wirkt tiefenentspannt und zufrieden. Da wir aktuell zu Hause arbeiten, kann er nach dem Ausruhen zwischendurch nochmal raus und ich komme dann meistens mit. Dann machen wir Dinge wie Tricks abfragen, neue erarbeiten, bauen uns im Garten einen Parcours auf (aus Gartenstühlen, Kinderrutschen und Mörtelkübeln – man muss ja kreativ und flexibel bleiben) oder toben miteinander die Auffahrt hoch und runter.

Wenn ich dann wieder reingehe, da ja noch Haushalt usw. wartet bis die Kids wieder abgeholt werden wollen, mag er dann selten draussen bleiben und schleicht lieber um mich rum.

Nachmittags wimmelt es dann auf dem Hof, wo man zwischen Kindern und Hunden seinen Spaß oder auch mal ein wenig Ruhe findet.

Unterm Strich kann ich also sagen, das ich mit meinem Hofamie-Hund eine gute Mischung aus Hof- und Familienhund getroffen habe, der allen zu Gute kommt.

Liebe Grüße

Melanie




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