Das gestohlene Herz

Hallo Julia, liebste Lola und vaehrte miDoggy- Jemeinde.
ick weeß, ick hab ma ziemlich rar jemacht in die letzte Zeit.
Nich nur icke. 
Och dit Frauchen hat sich mehr als schwer jetan, da se solche Angst hatte, 
det dit der Prinzipessin nicht bessa jehen würde…
Aba jestern jab`s Entwarnung.
Un heute is die Zeit reif, reif für nen NEUE KOLUMNE!

Heute an TooSis Jeburtstach!
Die erste Frauchen Kolumne.
GLG
von eem aleichterten Frauchen un 
eem jenervten eDgar (zuviel Emotionen un so)

Un Bitte, jeht los:
Ja.
Auch ursachenorientiert und objektiv arbeitende Hundetrainer haben eins.
Ein ziemlich großes, offenes ….
Offene Herzen

Sind hochgradig

Ansteckend.

Ich eine, was

Für ein Glück!  

>emma denkt.<
Ich erinnere mich noch daran, als sei es gestern gewesen.
Ein Samstag im Februar.
Februar 2012.
Um genau zu sein, war es der 09.02.2012, früher Nachmittag.
Da öffnete sich eine neue Tür und eine andere ging ganz leise und langsam zu 
… ohne Knall, der folgte etwas später.
Aber von vorn.

„Jeder bekommt den Hund, den er braucht“

Oh wie ich diesen Spruch hasse! 
Gehasst habe. Blöd fand. Weil so ungerecht….
 
Aber es ist wohl so.
Und heute bin ich dankbar, stärker und gehe 
einen ganz anderen Weg.

2012
Ich war ziemlich krank, ratlos und irgendwie auch ein bisschen allein. 
Ich brauchte einfach eine neue Aufgabe, eDgar funktionierte mittlerweile 
und Dank Hundewelten wunderbar.
Langweilig also.
Im Krankenhaus stolperte ich durch Zufall, also eher über ein Bild welches meiner 
2008 verstorbenen Hündin Geena zum verwechseln ähnlich sah, 
über die Rasse Silken Windsprite.


 Geena (1996-2008)

Gesehen, nicht wirklich viel überlegt, Züchterin kontaktiert 
–leider oder aber zum Glück, war in der nächsten Zeit kein Wurf 
geplant. Ich bekam also die Adresse der Züchterin, wo dieses schöne Tier 
herstammte. Dort gab es gerade einen Wurf, in wenigen Wochen abgabebereit.
Angerufen, Besichtigungstermin gemacht, ins Auto und hin.

Welpen.
4 Wochen alt.
Klein wie Meerschweinchen.
Alle süß.
Unheimlich süß.
Mein Freund war hin und weg. Er saß zwischen den Babys 
auf dem Boden und sah glücklich aus.
Ich war es nicht.

Da schob sich plötzlich von hinten über meine rechte Schulter, 
ganz vorsichtig eine ziemlich lange Hundeschnauze und atmete 
mir leise etwas ins Ohr. Zuerst verstand ich es nicht, erst ein paar Tage später 
war klar, was sie mir sagen wollte.



Halbherzig „entschieden“ wir uns für einen der Rüden, 
erbaten aber Bedenkzeit und fuhren wieder heim.
Ich traurig, mein Freund erleichtert (also doch kein Zweithund).
Noch am selben Abend klingelte mein Telefon. Die Züchterin 
„Es tut mir sehr leid, aber der Rüde, den Ihr Euch ausgesucht habt, 
ist nun fest vergeben….“
Stille.
Mein Freund unheimlich erleichtert!
„Aber! Die Saluki Hündin, die so Deine Nähe gesucht hat 
(und das macht sie sonst nie, sie geht nie auf Menschen zu), 
die wäre ja auch zu haben. Ist schon aus den Welpenschuhen raus und 
eine gaaaanz Liebe..."

Ein Saluki.
Groß.
Schwarz.
Lange Nase.
Lange Beine.
Ich liebte diese Rasse schon als Kind und habe mit Begeisterung* 
Windhundrennen und Ausstellungen besucht.
*) diese Begeisterung kann ich heute aus verschiedenen Gründen nicht mehr aufbringen, 
aber das steht auf einem anderen Blatt.

Mein Freund war wenig begeistert.
Er war dagegen!
Ich war entschlossen.
Ich fühlte die Hundeschnauze an meiner Schulter und hörte sie Flüstern:

„Nimm mich mit, ich brauche dich.“

Also fuhr ich hin.
Allein.
Geld in der Tasche.
Komme was da wolle.
Bereit mein Herz zu verlieren.

Aber da war es schon verloren…..

Liebe Esther, ich danke Dir so sehr für Dein Vertrauen und das Du den Mut hattest, 
ausgerechnet mir diesen ganz besonderen Hund anzuvertrauen. Sie ist eine große Aufgabe 
für mich, die ich gern angenommen habe und niemals aufgeben werde! 
Ich weiß, dass Du es vielleicht manchmal bereust, dass die Prinzessin 
ausgerechnet bei mir gelandet ist. Weil sie so ein überhaupt nicht „windhundlikes" 
Leben führt. Aber glaube mir. Es geht ihr gut und es war und ist 
die richtige Entscheidung!
Für sie und für mich!

Ich packte TooSi ein und nahm sie mit.
Mit in ihr,
mein,
unser 
neues Leben.

Mit dieser Entscheidung am 16.02.2012 flog eine Tür zu, 
mit einem gewaltigen Knall.
(gehört habe ich diesen aber erst viel später)

Aber wie es so ist, im Leben, 
es öffnen sich neue Türen.
Türen,
von denen ich nicht wusste, 
dass es sie überhaupt gibt.
Türen,
die ich nie geöffnet,
selbst wenn ich sie gefunden hätte.

. . .

Heute, mehr als vier Jahre später, 
bin ich dankbar.

Wenn auch noch nicht am Ende des Weges.

Durch TooSi bin ich hier, da wo und wer ich heute bin.

Sie hat mich gelehrt geduldig zu sein,
Sie hat mich gelehrt weniger impulsiv zu sein,
rücksichtsvoller,

… empathischer.

Und (vor allem) DANKBAR zu sein.

DANKBAR für jeden Augenblick.

TooSi hat mich dazu gebracht neue Wege zu beschreiten.

„Nur für sie“ habe ich eine Ausbildung zum Hundephysiotherapeuten gemacht.

Mittlerweile bin ich nicht nur Fitness und Entspannungstrainer für Hund und Halter 
(ganz wichtig, denn ich das obere Ende der Leine entspannt, ist es meist auch der 
Hund ;)) sondern habe mittlerweile unzählige Seminare zum Thema Ernährung und 
Verhalten besucht und (jetzt werden einige von Euch sehr staunen) mich sogar 
mit dem Thema Tierkommunikation auseinander gesetzt.

Und ich laufe Halbmarathon….. (und dabei habe ich Ausdauersport immer gehasst…)



Ich habe noch mehr gelernt, 
wie wichtig es ist für seine eigenen Werte zu stehen,
nicht (ungeprüft) der Mehrheit zuzustimmen oder 
gute Miene zum bösen Spiel zu machen.

TooSi war, ist und bleibt ein ganz besonderer Hund.
Mein Hund.
Mein Herz.



DANKE!
Danke, dass wir uns gefunden haben.

„…wir ein Stück des Weges gemeinsam gehen…“

HAPPY BITHDAY meine Prinzessin 
Auf noch ganz, ganz viele, gemeinsame Abenteuer und Hindernisse.
Gemeinsam sind wir stark.

Ich liebe Dich.
Und ich brauche Dich!

So wie Du bist.

Susanne




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