Ach du Schreck, die AFD muss weg…

Allergische Flohdermatitis Mittel Hilfe

Och ne, nicht die AFD… Nein, keine Sorge, wir fangen jetzt nicht in unserem ersten Blogbeitrag an politisch Stellung zu beziehen, denn das spielt auf einem Hundeblog mal so gar keine Rolle. AFD steht in diesem Fall nämlich für die (a)llergische (F)loh(d)ermatitis. Die AFD ist eine durch den Speichel von Flöhen bedingte allergische Hauterkrankung und tritt besonders häufig bei Hunden und Katzen auf. Das leitende Symptom ist vor allem starker Juckreiz und damit einhergehende Hautirritationen und -veränderungen, welche auch zu Infektionen führen können. Im Sommer läuft die Flohkonjunktur auf Hochtouren, aber auch in den anderen Jahreszeiten kann es zu einem Flohbefall kommen.

Ich bin darauf aufmerksam geworden, da Fred sich zeitweise sehr intensiv und urplötzlich an der Schwanzwurzel, den Lenden, am Bauch und an der Leisten sowieam Hals gekratzt und geknabbert hat. Neben dem Juckreiz kam es auch zu Rötungen der Haut in den genannten Bereichen und ab und an sogar zu Krustenbildungen. Sehr auffällig war bei Freddie ebenso die Überempfindlichkeit des Rückens – er ist förmlich eingeknickt, wenn man ihn dort nur leicht berührt hat. Wenn die AFD nicht behandelt wird, kann es ebenso zu Haarausfall kommen.

Fred ist nun seit knapp zwei Jahren in meiner Obhut und seitdem kämpfen wir immer mal wieder mit kleineren Hautproblemen. Größere brauchen wir im übrigen nicht, denn die kleinen Baustellen halten uns schon genug auf trab.

Ich beherzigte den Rat der Tierärztin und habe nach Freds Ankunft aus Bulgarien zügig einen Allergietest machen lassen, bei welchem alle Werte leicht erhöht waren. Dazu zählten Milben, Pollen, Pilzsporen und eben auch besonders Flöhe. Es wurde eine konsequente Flohbekämpfung empfohlen, doch wie sollte die aussehen? Meine damalige Tierärztin empfohl ein Spot on, welches mir schon beim drauf tröpfeln die eigene Haut verätzte. Leider hat mich das Produkt auch nicht überzeugt, da dass Fell an der Stelle extrem fettig aussah und ich befürchtete, dass sich das Zeug überall wo der Hund sich niederlässt “abfärben” konnte. Ebenso macht es für mich keinen Sinn, auf eh schon angegriffene Haut, noch weitere Flüssigkeiten aufzutragen. Da die Tierärztin von Tabletten abgeraten hatte, habe ich mir aber erstmal keine weiteren Gedanken gemacht, denn sie war ja auch die Spezialistin 😉

Vor drei Monaten kam mit dem Umzug dann auch ein (kleiner) Flohbefall, obwohl bei der AFD auch schon ein einziger Floh inkl. Stich ausreicht, denn ich habe nie live einen gesehen auch nicht beim neuen Tierarzt. Der Flohkot im Fell war aber an einer bestimmten Stelle nicht zu übersehen. Die Tierärztin fragte natürlich, was wir für ein Mittel nutzen und schüttelte nur den Kopf. Nein, bei einer AFD müsste man zu härteren Mitteln greifen. Sie riet mir zu einer monatlichen Tablettengabe (Comfortis). Man darf sich aber auch hier nicht die Nebenwirkungen anschauen, denn sonst dreht sich einem der Magen um. Naja, sieht bei Präparaten der Humanmedizin nicht wirklich anders aus, aber bei Hund sehe ich das irgendwie mit anderen Augen.

Gott sei Dank war Fred nach der ersten Gabe “nur” ein wenig träge und müde, so dass ich die Tablette in den nächsten Monaten einfach vor dem Schlafengehen gab. Offensichtliche Nebenwirkungen gab es keine.

Da ich mit meinen Kaninchen zu einer anderen Tierärztin gehe und wir dann über Gott und die Welt sprechen, kam ich beim letzten Termin auch mit ihr über die Flohbekämpfung ins Gespräch… Wie ihr euch denken könnt, hatte auch sie eine andere Meinung und schlug eine weitere Tablette vor, welche nur alle drei Monate gegeben werden muss. Die Nebenwirkungen wären viel geringer und man hat danach eben drei Monate ruhe. Zudem werden nicht nur Flöhe sondern auch Zecken bekämpft. Das “Zeug” was Fred momentan bekommen würde, wäre ja wirklich heftig und ich sollte mir das nochmal gut überlegen. Alle Präparate sind Gift, aber ihre Empfehlung wäre noch die harmloseste Variante von allen. In meinem Kopf schwirrten tausend Fragen und es bildete sich ein immer größer werdendes Fragezeichen. Ich versuchte die Ohren auf Durchzug zu stellen und die Gedanken auszuschalten. Klappt nicht. Wie soll man sich denn da entscheiden und was ist wohl das richtige Präperat für meinen Hund? Seit ihr auch schon einmal in eine solche Situation geraten und wie habt ihr euch entschieden?




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