Aggressives Verhalten gegenüber anderen Hunden erfolgreich kontrollieren

Aggressives Verhalten gegenüber anderen Hunden erfolgreich kontrollieren

Wenn Ihr Hund zu aggressivem Verhalten gegenüber anderen Hunden neigt, kann der tägliche Spaziergang im Park zur Qual werden. Deshalb sollte ein solches agressives Verhalten auch von Anfang an nicht toleriert werden. Durch einige erzieherische Methoden können Ihrem Hund ein freundlicheres Verhalten antrainieren und somit unliebsame Raufereien vermeiden.

Sozialverhalten beim Welpen trainieren

Wenn Sie den Hund schon als junges Tier erhalten, können Sie die Weichen für sein späteres Sozialverhalten stellen. Den ersten Umgang mit anderen Tieren lernen die kleinen Hunde bereits bei der Mutter und den Geschwistern. Daher gilt auch, dass ein Welpe, der wenigsten sechs bis acht Wochen, besser jedoch drei ganze Monate, im Wurf verbleiben darf, bessere Voraussetzungen für ein positives Sozialverhalten aufweisen als solche Tiere, die schon früh von der Mutter getrennt werden. Wenn der Welpe dann ins Haus kommt, ist es extrem wichtig, dass er Kontakt mit anderen Welpen und ausgewachsenen Hunden hat. Ermöglicht man den Tieren nämlich keinen ausreichenden Kontakt mit Artgenossen, so führt das späterhin unweigerlich zu einem gestörten Sozialverhalten. Das kann sich entweder in übermäßiger Angst oder eben auch durch eine hohe Aggressivität äußern. Es ist stets günstig, wenn schon dem kleinen Hund auf den täglichen Ausflügen die Möglichkeit geboten wird, andere Hunden oder Welpen zu treffen. So gewöhnt er sich daran, Artgenossen zu treffen und erlernt, mit diesen einen friedlichen Kontakt aufzunehmen. Wenn in der Nachbarschaft Kontakt mit anderen Hunden gering ist, sollte man unter Umständen eine Welpenspielstunde besuchen.

Der Hund verhält sich aggressiv – was tun

Hat sich der Hund einmal ein aggressives Verhalten gegenüber seiner Artgenossen angewöhnt, gilt es, diesem energisch entgegenzutreten. Zunächst solle man sich selbst eingestehen, dass der Hund unter einem gestörten Sozialverhalten leidet. Entschuldigungen für das Tier zu erfinden, hilft in dieser Situation nicht weiter. Danach gilt es, mir Ruhe und Geduld die richtigen Maßnahmen zu ergreifen, um das Verhalten des Hundes zu ändern. Das geschieht natürlich nicht von einem Tag auf den anderen. Ihr Hund zeigt schließlich auch nicht jeden Tag ein agressives Verhalten. Deshalb sollte man beispielsweise beim Spaziergang zunächst einmal eine Übergangsstrategie entwerfen. Dazu gehört es beispielsweise, zunächst einmal Spazierwege zu wählen, bei denen ein Treffen mit anderen Hunden, das zu einem Konflikt führen könnte, nicht zu erwarten ist. Auch sollte der Hund an einer kurzen Leine geführt werden, so dass Sie ihn im Notfall schnell kontrollieren können.

So erlernt der Hund ein friedlicheres Verhalten

Kommt es zu einer unliebsamen Begegnung mit einem anderen Hund gilt es, zunächst einmal selbst ruhig und Herr der Situation zu bleiben. Rufen Sie Ihren Hund ruhig aber bestimmt zurück. Dabei dürfen Sie kein nervöses oder angstvolles Verhalten an den Tag legen, denn das fördert das aggressive Verhalten. Oft reagiert der Hund nämlich aggressiv, wie er Sie beschützen will. Je nervöser Ihr Verhalten ist, desto mehr fühlt sich der Hund in seinem Beschützerinstinkt bestärkt. Daher gilt es, Ruhe zu bewahren. Führen Sie den Hund mit Sicherheitsabstand am Gegner vorbei und erlauben sie dabei nicht, dass der Hund an der Leine zerrt. Bellen sollten Sie mit einem bestimmten “Nein” unterbinden. Lassen Sie den Hund Platz machen, so dass er deutlich erkennt, das Sie das Leittier sind und Darüber entscheiden, ob angegriffen wird, oder nicht. Dieses Verhalten muss konsequent bei jeder Begegnung mit einem anderen Hund beibehalten werden.

Nicht jeder Hund reagiert gleich

Bei vielen Hunden kann man mit einem solchen konsequenten Disziplin Training zum Erfolg kommen und dem Tier das agressives Verhalten gegenüber anderen Hunden abgewöhnen. Bei anderen Hunden kann es jedoch tiefliegender Gründe geben, die das Verhalten auslösen. So gibt es Fälle von Hunden, die unter ungünstigen Bedingungen isoliert aufgewachsen sind und auch um ihr Futter kämpfen mussten. Bei solchen Tieren ist ein agressives Verhalten oft die erste Reaktion, wenn sie einen Artgenossen sehen. Übernimmt man ein älteres Tier, beispielsweise aus dem Tierheim, so kann die sogenannte Leinenaggreesion ein langjähriges Verhalten sein, das dem Tier nur schwer abzugewöhnen ist. Kommt man selbst mit Konsequenz, Geduld und viel Lob bei gutem Verhalten nicht weiter, besteht die Möglichkeit, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. In der Hundeschule können Hund und Herrchen gemeinsam erlernen, wie das aggressive Verhalten gestoppt werden kann. Dabei kann man beim Hundetrainer ein Einzeltraining erhalten und auch an Gruppenklassen teilnehmen. Der Erfolg stellt sich in den meisten Fällen schnell ein, wenn man auch zu Hause mit der in der Schule erlernten Disziplin fortfährt.

 

Blog by: www.erziehe-Hunde.de




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