Fotos und Bilder richtig einrahmen

Dieser Artikel erschien im Original auf www.aram-und-abra.de.

Der richtige Rahmen lässt Fotos und Zeichnungen am besten wirken. Was man bei der Wahl von Rahmen und Passepartout beachten sollte und wie man zuhause den idealen Platz für das Lieblingsbild findet, zeige ich euch in diesem Artikel.

Bilderrahmen und Passepartout

Der richtige Rahmen

Beim Aussuchen des Bilderrahmens gibt es drei wichtige Faktoren: das einzurahmende Bild, die Umgebung, in der es aufgehangen wird und euer persönlicher Geschmack. Grundsätzlich gilt: der Rahmen soll das Bild zur Geltung bringen und ihm nicht die Show stehlen. Wenn ihr ein ganz schlichtes Foto mit dezenten Farben in einen opulenten, goldglitzernden breiten Barockrahmen packt, wird der Blick immer an dem Bling Bling-Rahmen hängenbleiben, während dessen Inhalt kaum wahrgenommen wird.
Fotos und Bilder richtig einrahmen
Stark verzierte Bilderrahmen lenken schnell vom Bild ab.
Der zweite Faktor ist die Umgebung des Bildes. Ist die Wand, an der es hängen wird, weiß? Einfarbig bunt oder vielleicht mit einer Mustertapete tapeziert? Damit das Foto oder die Zeichnung nicht im Hintergrund untergeht, muss der Rahmen es klar davon abgrenzen.

Und letztendlich muss euch das Gesamtpaket aus Bild, Rahmen und Umgebung gefallen. Wenn es der goldene Schnörkelrahmen vor der knallbunten Blümchentapete sein soll, dann ist das halt so.

Was nicht dem Geschmack überlassen bleiben sollte, ist die Frage nach dem Glas. Öl-, Acrylgemälde und Collagen sollten nicht hinter Glas gerahmt werden. Sie haben oft eine dreidimensionale, unebene Oberfläche und würden plattgequetscht werden. Außerdem sind sie leicht mit einem Fixativ so zu behandeln, dass sie robust sind und den Schutz einer Glasplatte nicht benötigen. Zeichnungen und Aquarelle jedoch brauchen diesen Schutz. Meine Werke sind meist in Buntstift oder Aquarell gezeichnet. Wenn ihr bei mir ein Bild von eurem Hund bestellt (über Auftragsarbeiten könnt ihr euch hier informieren), rahmt es doch bitte, bitte hinter Glas ein – damit es immer so gut erhalten bleibt, wie bei der Ankunft bei euch.

Wozu dient ein Passepartout?

Und was ist das überhaupt?
Ein Passepartout ist eine Art “Rahmen im Rahmen” aus Karton. Er gibt dem Bild Raum und lässt es größer wirken. Werke, auf denen viel passiert und die bis zum Rand ausgefüllt sind, werden ohne Passepartout vom Rahmen erdrückt und optisch eingequetscht.

Außerdem gewährt es Zeichnungen Schutz vor dem Glas des Bilderrahmens. Da es aus dickem Karton bestehen, verhindert das Passepartout, dass das Glas direkt auf dem Bild aufliegt. Wichtig ist diese Pufferzone zum Beispiel für Kohle- oder Pastellzeichnungen. Die können ernsthaft Schaden nehmen, wenn sie an die Glasplatte gequetscht werden. Rahmt man diese Bilder irgendwann um, wird man feststellen, dass ein Teil des empfindlichen Kunstwerks am Glas pappt – das tut beim Hinsehen in der Seele weh.

Qualitativ hochwertige Passepartouts erkennt man an der Stärke (= Dicke) des verwendeten Kartons und an der Schnitttechnik. Besonders edel sehen die schräg geschnitten Versionen aus. Die erlauben einem, mit Farbe zu spielen. Durch die schräge Schnittkante sieht der Betrachter den Kern des Kartons. Und der muss nicht zwingend die selbe Farbe haben, wie die Oberfläche. Auf dem Foto könnt ihr das besonders deutlich sehen:

Fotos und Bilder richtig einrahmen
Gut zu erkennen: der Schrägschnitt vom Passepartout, hier eins in weiß mit grauem Kern
Hochwertige Passepartouts in den gängigen Formaten bekommt man mit etwas Glück im örtlichen Bastelladen. Mit Sicherheit aber beim Galeristen oder in Geschäften für Künstlerbedarf. Manche Geschäfte, wie Boesner, bieten einen Rahmenservice an, bei dem man sich Rahmen und Passepartouts für sein Bild maßanfertigen lassen kann.

Der richtige Ort für das Bild

Wenn der passende Rahmen und eventuell ein Passepartout gefunden ist, geht es um den optimalen Platz für das Bild. Großflächige, helle Bilder können dunkle Ecken der Wohnung aufhellen und optisch vergrößern. Während dunkle Kunstwerke den Raum kleiner wirken lassen.
Fotos und Bilder richtig einrahmen
Grundregel beim Aufhängen von Bildern: auf Augenhöhe hängen

Für die Höhe gibt es eine simple Grundregel: Bilder sollten auf Augenhöhe aufgehangen werden. Das heißt, dass sie im Flur ruhig höher hängen können, als im Wohnzimmer, wo man sie meist sitzend statt stehend betrachtet. Wenn ihr mehrere Bilder aufhängen wollt, könnt ihr die entweder an einer Linie entlang ausrichten oder leicht versetzt platzieren. Linear ausgerichtet lassen die Bilder den Raum strukturiert und ordentlich erscheinen. Versetzt gehangene Bilder hingegen vermitteln Dynamik und, je nach Einrichtung und Wandgestaltung, Unruhe.Hier einmal der direkte Vergleich:

Fotos und Bilder richtig einrahmen
An einer Linie entlang aufgehangene Bilder.
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Versetzt gehangene Bilder.
Ihr seht – bei der Positionierung der Bilder machen wenige Zentimeter Höhenunterschied eine ganze Menge aus! Wer Inspiration für verschiedene Arten, Bilder an der Wand zu platzieren, sucht: das White Wall Magazin hat euch neun verschiedene Musterbeispiele zusammengestellt.

Bilder richtig einrahmen: eine Schritt für Schritt-Anleitung

Ihr braucht:

  • euer Bild
  • den Rahmen (mit oder ohne Glas)
  • eventuell ein Passepartout
  • Handschuhe
  • schwaches Klebeband (Malerkrepp o.ä.)

Zur der Schritt für Schritt-Anleitung geht es hier entlang: www.aram-und-abra.de

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Bilderrahmen, Passepartouts, Handschuhe und Klebeband



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