Vorsicht giftig! Weintrauben und weitere giftige Lebensmittel und Pflanzen für Hunde

Giftige Pflanzen und Nahrungsmittel Hund

Vor kurzem haben wir einen ziemlichen Schockmoment gehabt.

Auf unser Gassistrecke ist eine Mauer mit wildem Wein. Seit 9 Jahren geht Tussot daran vorbei. An diesem Abend hat er plötzlich aus dem Nichts einige Trauben gegessen. Nur wenige Minuten später fing er an Gras zu essen und musste ingesamt dreimal erbrechen. Danach war ihm noch schlecht- er schmatze (was bei Hunden ein Zeichen für Übelkeit ist).

Wir haben die kleine Hausapotheke gestartet- mit Kohle und Detox und daraufhin war alles wieder gut. Wir haben wirklich noch mal Glück gehabt- ich habe danach mit unserer Tierärztin gesprochen, die mir sagte, dass der wilde Wein schwere Schäden an der Niere verursachen kann bis hin zu Nierenversagen.

Daher möchte ich euch diese Infos sowie die Liste unten mit allen giftigen Pflanzen und Lebensmitten noch mal sehr ans Herz legen. Ich würde mich auch freuen wenn ihr den Post teilt und so viele Hundehalter informiert wie gefährlich wilder Wein für Hunde ist.

Bei Deutsches Grünes Kreuz e. V. erfahrt ihr noch mehr zu den Hintergründen einer Weintraubenvergiftung beim Hund.

Eure Sarah von Hirtengold

Liste mit giftigen Lebensmitteln: 

  • Avocado (Der Giftstoff ist Persin. Es kommt zu Herzmuskelschwäche, Atemnot, Husten und Aszites (Bauchwassersucht).
  • Auberginen (enthalten das Gift Solanin, Darmbeschwerden, Schleimhautreizungen, zittern, Herzrhytmusstörungen)
  • Alkoholische Speisen /Getränke (Schon geringe Mengen Alkohol können für einen Hund sehr schädlich sein. Er kann ins Koma fallen oder sogar sogar zu Tode kommen. Kannte leider selber solch einen Fall bei dem ein Hund nachdem ihm an einer Feier von Gästen „abgefüllt“ wurde an einer Alkoholvergiftung verstarb) 
  • Brokkoli (kann eine hämolytische Anämie auslösen.)
  • Erdnüsse (können epileptische Anfälle hervorrufen)
  • Holunderbeeren (Magen-Darm beschwerden)
  • Hülsenfrüchte (Giftig (nur roh): Rohe Hülsenfrüchte wie Gartenbohnen, Sojabohnen, Erbsen usw sind giftig. Die richtige Zubereitung ist bei Hülsenfrüchten sehr wichtig. Hülsenfrüchte sollte man auch gekocht nicht bergeweise darbieten, da sie in großen Mengen zu Blähungen, (Flatulenzgasen) und erhöhtem Risiko einer Magendrehung führen. Gegarte Hülsenfrüchte sollten immer mit etwas Fett (Pflanzenöl, oder Margarine) zubereitet werden. Dadurch wird die Verdaulichkeit wesentlich verbessert und reduziert die Gasbildung der Darmbakterien.) 
  • Kakao (Giftstoff: Theobromin. Symptome: Durchfall, Erbrechen, Zittern, Krämpfe, Lähmungen und Bewegungsstörungen bis hin zum Tod. je nach Kakaogehalt also je dunkler die Schokolade je höher der Kakaogehalt umso giftiger ist sie für Hunde.)
  • Knoblauch (enthält N-Probyldisulfid. Es kann zu einer lebensbedrohlichen Anämie durch Hämolyse kommen. Gering dosiert aber ungefährlich)
  • Koffein (Giftig/Tödlich: Koffeinhaltige Produkte wie Kaffee oder Cola haben zentralnervöse Effekte. Während des Abbaus entsteht Theobromin. Symptome können Erbrechen, Durchfall, psychomotorischer Unruhe, Zitterkrämpfe, Kreislaufprobleme und Herzversagen sein. Größere Mengen schwarzer Tee (Tein) sind ebenfalls sehr ungesund.)
  • Kohlsorten (Enthalten Stachyose und Raffinose sowie unverdauliche Oligosaccharide welche Blähungen verursachen. Roh gänzlich unverdaulich, gekocht nur sehr schlecht. Kohlpflanzen erhöhen das Risiko von Magendrehungen. Große Mengen führen zu Bauchkrämpfen.)
  • Lauch (Etwa gleich zu händeln wie Zwiebeln und Knoblauch)
  • Macadamianüsse (Ataktische Störungen, Zittern, auch Fieber)
  • Meerrettich (blähend, zu scharf)
  • Muskatnuss (Enthält Blausäure, kann zum Tod führen. Zittern, Krämpfe, Durchfall, Fieber, Atemnot.)
  • Nikotin (am Stück gefressen oder Nikotin über Wasser aufgenommen: Speicheln , Pupillenerweiterung, Untertemperatur, Muskelzittern, Krämpfe, Kreislaufkollaps, Erregung, Erbrechen, erhöhte Atem- und Herzfrequenz und Bewegungsstörungen.)
  • Obstkerne (Gift: Blausäure. Symptome: Speicheln, Erbrechen, Durchfall, Fieber, Atemnot, Krämpfe bis zum Tod.)
  • Paprika (enthält das Gift Solanin, Darmbeschwerden, Schleimhautreizungen, zittern, Herzrhytmusstörungen)
  • Petersilie (Kann in großen Mengen bei Schwangeren Hündinnen Frühgeburten auslösen.)
  • Pfefferminze (Können in großen Mengen Zitterkrämpfe auslösen.)
  • Pilze (können zu einem Schock und zum Tod führen)
  • Radieschen (wirkt blähend)
  • Rettich (Auch blähend)
  • Rosinen (Siehe Weintrauben)
  • Salbeiblätter (Können in großen Mengen Zitterkrämpfe auslösen.)
  • Schokolade (Siehe Kakao)
  • Süssigkeiten/Süssstoffe (Xylit steigert die Ausschüttung des körpereigenen Insulins, lebensbedrohlicher Abfall des Blutzuckerspiegels, Leberschäden und/oder Tod sind die Folge.)
  • Tofu (Ist schwer verdaulich und kann in hohen Mengen Blähungen auslösen. Der Kot kann nach zu großer Tofuaufnahme sehr weich werden.)
  • Tomaten (enthält Atropin und Solanin Zittern u. Herzrhythmusstörungen)
  • Walnüsse (Reife Walnüsse sind sehr gesund. Unreif hochgradig giftig.)
  • Zwiebeln (enthalten das für Hunde giftige N-Propyldisulfid und Allylpropylsulfid.
    Diese Schwefelverbindungen in der Zwiebel zerstören die roten Blutkörperchen-> es kann zur Hämolyse kommen
    Symptome: Durchfall, Erbrechen, Anämie (Blutarmut), Anorexie (Verweigerung von Wasser und Futter) und eine beschleunigte Atem und Herzfrequenz.)

Und eine Liste giftiger Pflanzen:

In Wild-und Zierpflanzen Pflanzen befinden sich hochtoxische Inhaltsstoffe.Welpen, kranke und alte Hunde sind meistens am schwersten befallen. 

Allgemeine Symptome bei Knabbern an giftigen Pflanzenteilen:
Starkes Speicheln, Rötungen, Schwellungen von Zungen, Maul und Rachenschleimhaut.
Pflanzensäfte, Rinde, Blätter, Beeren und Wurzel bewirken stärkere Symtome:
Erbrechen, Durchfall, Herzrythmusstörrungen, Zitteranfälle
In allen Fällen sucht bitte sofort einen Tierarzt oder Notfallklinik auf!

  • Ackerbohne 
  • Ackerwinde 
  • Ackerschachtelhalm
  • Alpenveilchen 
  • Amaryllis 
  • Adlerfarn
  • Akelei
  • Aloe 
  • Anthurie 
  • Arnika 
  • Agave 
  • Azalee 
  • Aronkelch 
  • Aronstab 
  • Adonisröschen 
  • Begonie
  • Becherprimel 
  • Belladonna-Lilie
  • Blaustern 
  • Buschwindröschen 
  • Butterblume 
  • Bärlauch 
  • Buchsbaum 
  • Bocksdorn
  • Berglorbeer
  • Christrose 
  • Christusdorn
  • Calla 
  • Clivie 
  • Chrysantheme 
  • Dieffenbachie 
  • Drachenbaum
  • Efeu 
  • Efeutute 
  • Eibe 
  • Einblatt
  • Engelstrompete 
  • Eisenhut 
  • Fensterblatt
  • Feuerdorn 
  • Fetthenne 
  • Flieder 
  • Flamingoblume 
  • Farne 
  • Fingerhut 
  • Ficus-Arten
  • Gummibaum 
  • Geranie 
  • Geißklee 
  • Germer 
  • Goldregen 
  • Gingster
  • Geißblatt 
  • Holunder 
  • Hortensie 
  • Hahnenfuss 
  • Hyazinthe 
  • Heckenkirsche 
  • Herbstzeitlose 
  • Hundspetersilie
  • Herkulesstaude/ -kraut
  • Iris 
  • Jasmin, falscher/wilder 
  • Kaiserkrone
  • Korallenbeere
  • Korallenstrauch 
  • Kornrade 
  • Kolbenfaden 
  • Krokus 
  • Kroton 
  • Küchenschelle 
  • Kirschlorbeer 
  • Klivie 
  • Lebensbaum (Thuja) 
  • Lupine 
  • Liguster 
  • Mauerpfeffer 
  • Mistel 
  • Maiglöckchen 
  • Nelke 
  • Nieswurz 
  • Narzisse 
  • Osterglocke 
  • Oleander 
  • Palmfarn 
  • Palmlilie 
  • Philodendron 
  • Prachtlilie 
  • Paffenhütchen 
  • Passionsblume
  • Primel 
  • Porzellenblume 
  • Rittersporn
  • Robinie 
  • Rosskastanie 
  • Rhododendron 
  • Riemenblatt 
  • Schierling 
  • Schneeglöckchen 
  • Seidelbast 
  • Stechapfel 
  • Steinklee 
  • Sumpfdotterblume 
  • Schlüsselblume 
  • Sadebaum 
  • Sauerklee 
  • Schachblume 
  • Schlafmohn 
  • Schleierkraut 
  • Tabakpflanze 
  • Tollkirsche 
  • Tomatenpflanze 
  • Tulpe 
  • Tollkraut 
  • Vanilleblume 
  • Vogelbeerbaum 
  • Vogelkirsche 
  • Wacholder 
  • Waldmeister 
  • Wandelröschen 
  • Windröschen 
  • Wolfsmilch 
  • Weihnachtsstern 
  • Wilder Wein 
  • Windröschen 
  • Wüstenrose 
  • Yucca 
  • Zimmeraralie 
  • Zypressenwolfsmilch




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9 Comments
  1. Luna&Phalène 5 Jahren ago

    Erdnüsse…. wusste ich nicht …und oha! – sooo viele (Garten-)Pflanzen! Das erklärt, warum Luna ab und an mit Bauchgrummeln zu kämpfen hat: Wir haben einige der genannten Pflanzen natürlich im Garten, und immer mal wieder (wenn ich nicht aufpasse) knabbert sie dran 🙁 Also hilft nur noch mehr aufpassen…
    Danke für die Info!

  2. […] habe noch einen tollen Tipp für einen Liste auf midoggy.de mit Pflanzen die giftig für Hunde sind bekommen. Interessant! Ich wusste nicht das Aloe Vera so […]

  3. Manni 3 Jahren ago

    Walnüsse in geschälten und reifer Form sind sogar gesund wegen der ungesättigten Fettsäure

  4. Mia 3 Jahren ago

    Naja. Die armen 19 Hunde. Hoffentlich haben alle überlebt. Manchmal finde ich Forschung abgrundtief bösartig. Ein Hund starb also? Das mit den Weintrauben ist doch bekannt. Da wollten die nun ganz genau wissen, wieviel Gramm. Krank!

    • miDoggy Lola 3 Jahren ago

      Liebe Mia,

      wo liest du heraus, dass den Hunden die Weintrauben aus Forschungszwecken gegeben wurden?

      Das sind Hunde, die die Weintrauben aus Versehen gefressen haben, weil die Halter es nicht wussten. Deswegen ist es so wichtig darüber aufzuklären.

      Liebe Grüße
      Julia

  5. Karo 2 Jahren ago

    Hi,
    Petersilie ist sogar sehr gesund, weil es sehr viel Vitamin C hat. Meiner bekommt ab und an was mit ins Futter .

  6. Kathi 2 Jahren ago

    So viele Pflanzen in unserem Garten sind giftig!Gut dass ich das jetzt weiß

  7. Sarah 2 Jahren ago

    Immer wenn ich solche Listen sehe muss ich doch grinsen wie viel davon Barfer ganz normal (in angemessen Mengen) verfüttern und unseren Hunden geht es super!
    Ja klar vieles in der Liste ist wirklich giftig, einiges aber auch für “Nicht-Wisser” stark vereinfacht. Ja, wer keinen Plan hat lässt lieber die Finger davon, wer einen Plan habem möchte schafft sich eim gutes Barf-Buch an.

  8. Ich 2 Jahren ago

    Himmel, die Liste der nicht giftigen Pflanzen wäre kürzer. Jeder hat doch etwas davon im Garten. Hilft da nicht der Instinkt des Hundes, was ihm gut tut und was nicht??? Grübel, grübel…

 

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