[Seminar] Anita Balser “Die Große Freiheit” in Hamburg

Hallo ihr Lieben,

ich wollte euch vom Seminar berichten von Anita Balser „Die Große Freiheit“

Erst mal hier der Link, was der Sinn und Zweck hinter HTS ist, denn das ist für mich zu schwer in Worte zu fassen:  http://www.hundeteamschule.de/teamschule/hundeteamschule.nsf/Inhalt?OpenFrameset

Wir waren vom 24-25.6.2017 auf diesem besagten Seminar.

Ich kannte die HTS Arbeit und Anita und Linda nur aus dem Internet und von Anitas DVD „Die große Freiheit“.

Ich habe damals von meiner Hundetrainerin den Tipp bekommen mir die DVD anzuschauen und mal danach zu trainieren. Ich war begeistert von dieser Arbeit, dass ich die DVD 2 Mal schaute und gleich anfing mit dem Training. Es klappte alles ganz gut, bis leider die ersten Probleme auftauchten und ich leider an anderen Baustellen von Barry arbeiten musste, die wichtiger waren.

Ich wollte vor 2 Jahren schon bei einem Seminar von Anita Balser mit machen, aber es waren nicht einmal Wartelistenplätze mehr frei. Daher nutzte ich letztes Jahr die Gunst der Stunde und meldete mich zu diesem besagten Seminar an – bzw. ließ es mir von meinem Mann zu Weihnachten schenken.

Nun waren die 2 Tage gekommen und ich ging mit gemischten Gefühlen und hohen Erwartungen zum Seminar.

Wir hatten typisches  Hamburger Wetter – Regen und bewölkt.

Am Samstag wurden wir von Anita und ihrem Team erst mal alle zusammen begrüßt.

Jedes Hund – Mensch Team musste sich vorstellen und erzählen, was er/sie von dem Seminar erwartet zu erreichen und was er später mit nehmen möchte.

Es war sehr interessant zu hören, wer was für Probleme hatte oder auch keine. Ich muss aber sagen, dass echt viele Border Collies und Aussies da waren, aber auch andere Hunde und das aus fast jeder Altersgruppe.

Wir wurden dann in 3 Gruppen auf 3 Trainer und dessen Assistenten aufgeteilt und sowie in Neu- und Altkunden.

Ich kam in eine Neukundengruppe zu der lieben Linda.

Linda erklärte uns als ersten die Basics „der Großen Freiheit“ in der Theorie.

Z.B. Was grün, gelb, rot bedeutet oder was Vorwärts- und Rückwertsdenken bedeutet.

Ich kannte es schon von der DVD, aber es dann nochmal in Natura erklärt zu bekommen und dabei Fragen stellen zu können, war schon etwas besonders. Linda hatte alles sehr genau erklärt und auch unsere Fragen klasse beantwortet.

Anschließend hatten wir eine Stunde Pause, wo wir dann nett vom VSD Fuhlsbüttel (wo Barry und ich Longiertraining machen) bewirtet mit Fleischspießen (oder eben ohne Fleisch) und Pommes.

Barry hatte ich währenddessen  im Vereinsbüro geparkt, da ich ja kein Auto habe. Die anderen Hunde verweilten die Zeit im Auto – es war zum Glück nicht so warm draußen.

In der zweiten Hälfte zeigte und erklärte Linda die  Theorie in der Praxis, sprich, wie korrigiere und wann korrigiere ich den Hund im Kofferraum o.ä. bis  er Rückwerts denkt und mir den Raum frei gibt.

Es war echt interessant bei den anderen Teams zu zugucken und auch deren Aussagen zu hören.

Z.B. War da eine Frau mit 2 Border Collies. Sie sagte die eine Hündin ist ihre Maus (die Ältere) und die andere Hündin ihr Arschlochhund (die Jüngere). Der besagte Arschlochhund greift immer andere Hunde an. Nachher stellte sich heraus, das die Kleine die Anweisung von der Großen bekommt.

Barry und ich kamen zum Schluss dran, da er ja im Büro war. Linda erklärte uns aus dieser Situation, wie wir nach HTS von zu Hause aus, in der Wohnung üben / korrigieren. Doch da Barry das von meiner vorherigen Arbeit alles schon kannte, zeigte er, dass er ein Vorzeigehund ist.

Wir übten dann unser Problem an der Leine mit großen, langhaarigen Artgenossen. In diesem Fall ein reinrassiger Briard.

Wir bekamen eine Assistentin an die Hand, die mir nochmal richtig rüber brachte, wie ich zu korrigieren hatte. Sprich: Körperhaltung und Spannung sowie der Blick etc.

Dabei merkte ich dann, was ich in der Vergangenheit falsch gemacht habe und warum Barry mich dann nicht mehr für Voll nahm.

Als der erste Tag dann vorbei war, war ich auch richtig müde und kaputt am Abend. Barry hatte auch keine Lust mehr raus zu gehen und lag platt in der Ecke.

Sonntag: 2. Seminar Tag.

Wir trafen uns morgens wieder alle zusammen um den Tag zu besprechen.

Unsere Gruppe kam in der ersten Hälfte zu Anita, zur „Spielstunde“

Anitas Assistenten bauten uns eine Art Bühne.

Es war zum Teil so süß und Mega lustig zusehen, wie die Hunde Spaß hatten mit ihren Besitzern zu spielen – auf Augenhöhe.

Barry und ich kamen als letztes dran.

Wir sollten die Leine abmachen und ich sollte im gleichen Moment seine „Pfoten klauen“ Er ging 2 Sekunden drauf ein und machte sich dann auf dem Staub. Anita kommentiere es immer recht witzig.

Barry lief dann zu einer Assistentin, die ihn wieder zu mir scheuchen sollte und er baute sich auf und checkte sie regelrecht ab – so kannte ich ihn ja schon. Ich dachte nur: Na! Gleich bellt er oder springt sie an. Aber er ließ ab. Dann sollte ich ihn doch an die Leine nehmen und im sitzen mit ihm spielen. Dass wollte er nicht. Ich sagte dann zu Anita, dass er es kennt mit mir zu raufen und das wir das öfters schon machen, aber im stehen. Sie sagte ich soll es zeigen und dann rauften wir. Es hat so Spaß gemacht, aber er steigerte sich leider etwas rein und zwackte mir in den Arm.  Als wir fertig waren mit Spielen, bekam ich von Anita ein Feedback. Er wurde richtig albern und meinte das mit dem Zwicken nicht böse. Er war in der Körpersprache weich und wurde nicht aggressiv.

Mir fiel ein Stein vom Herzen. Er bekam dann auch noch einen Spitznamen von ihr: Selbstsicherer, arroganter Tazan!

Dann war wieder Mittagspause und wir wurden vom VDS Fuhlsbüttel mit lecker Salat und Brot versorgt.

Ich nutze die Zeit und ging mit Barry durch das Naturschutzgebiet, was dort angrenzte, um das Gelernte etwas zu verarbeiten und weil er bestimmt mal musste.

In der zweiten Hälfte kamen wir zur HTS Trainerin Hanna.

Sie erklärte uns auch alles nochmal von den Basics her, aber in der Station gingen einige schon später in die Freifolge. Es war echt witzig. Sie machte immer „de de de“ wenn wir korrigieren sollten. Sie war mir auf Anhieb sympathisch und das schöne ist, dass sie auch nach Hamburg kommen würde zur Lernkontrolle, da sie nicht weit von Hamburg entfernt wohnt.

Die Dame mit den beiden Border Collies (wie oben geschrieben) lief sogar mit ihren beiden Hunden in der Freifolge. An andere Hunde vorbei und sogar an Radfahrern und Pferden vorbei und nichts passierte. Sie war total Happy und steckte uns alle an damit.

Auch ein anderer Border Collie der Samstagfrüh noch alle ausgebellt hat, hatte sich total verändert. Es war total klasse sowas mit erleben zu dürfen.

Barry kam wieder zuletzt dran und der Briard war wieder unsere Hundebegegnung, aber  durch die Korrektur vorher hatte er null Interesse an dem Briard. Trotz, dass der sehr nahe an uns vorbei ging. Ich war und bin es immer noch richtig stolz auf uns. Auch sein ständiges Markieren wurde weniger.

Zum Ende der Gruppe stellten wir uns mit Hanna nochmal zusammen um Fragen zu beantworten. Auch sie beantwortete diese gewissenhaft und mit viel Ahnung. Einfach toll.

Am Ende des Sonntages fanden wir uns alle nochmal zu einer Feedbackrunde zusammen. Wir sollten dann erzählen, wie wir das Seminar fanden und was wir nun mitgenommen haben.

Mein Fazit:

Ich danke nochmal Anita Balser und dem ganzen HTS Team für diese tolle Zeit.

Es war mein erstes Seminar und alle Erwartungen wurden erfüllt. Ich sehe die HTS – Arbeit mit ganz anderen Augen und meine Missverständnisse zur DVD wurden bereinigt und meine Fragen zufriedenstellend beantwortet. Auch, dass ich weiß das die liebe Hanna auch nach Hamburg kommen würde zur Lernkontrolle beruhigt mich sehr und ich fühle mich dadurch nicht allein gelassen.

Auch konnte ich meinen eigenen Hund etwas näher und mit anderen Augen kennenlernen. Und habe gesehen, dass er auch anders sein kann als arrogant und selbstsicher.

Auch ich bin etwas selbstsicherer geworden und es nochmal Real an die Hand zu bekommen, als eine DVD zu schauen ist nochmal etwas anderes.

Auch, dass ich von den Anderen die Erfolge und Freude miterleben durfte, war für mich ein Highlight. Auch neue Freunde und Gleichgesinnte aus meiner Nähe habe ich treffen können und mich auch mit ihnen austauschen können. Sowas ist mir persönlich sehr wichtig. Ich habe nette Gespräche führen können und auch viel Zuspruch bekommen, da ich mit Barry ja nicht immer einfache Wege hatte.

Ich sage jetzt schon ich werde an HTS dran bleiben und es wird nicht mein letztes Seminar gewesen sein!

Liebe Grüße

Brina & Barry




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