Kooperationen – das gilt es als [Hunde-] Blogger zu beachten

So unterschiedlich die Menschen und die Hunde, so unterschiedlich sind natürlich auch die Hundeblogger. Einfach wunderbar, denn sonst wäre es ziemlich langweilig auf dieser Welt. Da gibt es die Blogger, die Kooperationen strikt ablehnen und die anderen, die sehr gerne mit Unternehmen zusammen arbeiten.

Ich gehöre der letzteren Gruppe an und habe dadurch schon viele tolle Menschen, ihre Unternehmen und fantastische Kreativität kennengelernt. Damit Kooperationen aber Spaß machen, sollte man einige Punkte beachten. Diese habe ich Euch basierend auf meinen Erfahrungen zusammengestellt:

1. Drum prüfe, wer sich bindet

Wenn ich eine Kooperationsanfrage erhalte, schaue ich mir das Unternehmen und seine Produkte sehr genau an und überlege mir es zu miDoggy passt. Das ist nämlich meiner Meinung nach so mit das Wichtigste im sog. “Influencer-Marketing”, weit vor der Reichweite. So gab es bei miDoggy auch noch nie (gut bis auf eine Ausnahme ganz am Anfang) eine richtig negative Kritik. Bin ich der Meinung, dass ich das Unternehmen unseren Lesern (also Euch) mit gutem Gewissen vorstellen kann, überlege ich mir meist schon in groben Zügen einen Blogbeitrag. Für mich ist es sehr wichtig nicht nur das Produkt vorzustellen, sondern auch eine Geschichte drumherum zu erzählen oder andere wichtige Informationen rund um den Hund in den Beitrag zu integrieren. Dann antworte ich, übrigens bei allen (ernst gemeinten) Anfragen, sage also auch ab. So vergeht gut und gerne schonmal einen Stunde für eine Koop, die noch gar nicht entstanden ist.

2. Vereinbare die Bedingungen klar und im Vorhinein

In meiner Antwort-Email umreiße ich direkt klar und eindeutig die Bedingungen (auf die ich in den weiteren Punkten, vor allem 3., 4., 5., und 6., noch eingehen werde) unter welchen die Kooperation von unserer Seite aus stattfinden soll. Damit kann viel Ärger im Nachhinein vermeiden werden. Leider geht es mir dann oft so (auch weil ich unter bestimmten Umständen einen realistischen finanziellen Ausgleich möchte), dass ich keine Reaktion mehr auf meine Nachricht erhalte. Das ist sehr schade und für mich kein Geschäftsgebaren, denn wie oben schon erwähnt, macht man sich als Blogger bereits vorab viele Gedanken dazu und erhält noch nicht mal eine Absage. Mittlerweile rechne ich aber damit und mache mir keine weiteren Gedanken mehr darüber, in dieser Zeit schreibe ich lieber Blogbeiträge.

3. Die Vergütung

Tja, wie hoch soll sie sein? Bei der Antwort schlägt  das BWLer-Herz in mir und sagt: “es kommt drauf an”. Zum einen auf den Wert des Produkts. Ist der Wert hoch, bleibt es meist beim Produkt, ist er niedrig möchte ich noch etwas darüber hinaus als Ausgleich haben. Aber auch auf das Unternehmen kommt es an. Bei kleinen feinen Unternehmen der Marke “handmade”, reicht mir auch ein Produkt mit nicht so hohem “Wert”. Dagegen möchte ich von großen Unternehmen (gerade wenn die Kommunikation über eine gut bezahlte Marketing-Agentur läuft) noch einen weiteren finanziellen Ausgleich neben dem Produkt haben. Mein Rat an Euch, verkauft Euch nicht unter Wert! Nicht nur der mit Herzblut geschriebene Blogbeitrag fällt dabei in die Waagschale. Auch gebt Ihr jeden Tag alles um Euren Lesern und ihren Fellnasen den Tag zu versüßen, das dürft Ihr nicht vergessen.

4. Kennzeichnungspflicht (gesetzliche Vorschrift)

Wenn Ihr eine Kooperation eingeht, müsst Ihr den entsprechenden Blogbeitrag kennzeichnen. Leider ist dies nicht ganz klar geregelt. Hierzu habe ich hier einen guten Beitrag dazu gefunden. Ich schreibe bei einem kostenlos übersandten Produkt in die Überschrift “Produkttest” oder ähnliches und wenn darüberhinaus noch Geld geflossen ist “Anzeige” (finde ich persönlich schöner als Werbung und erinnert mich an die tollen Anzeigen in Modezeitschriften). Zudem erwähne ich im Text, dass wir das Produkt kosten- und bedingungslos erhalten haben. Wichtig ist, dass der Leser vor dem Lesen erkennen kann, dass es sich um einen gesponserten Beitrag handelt, daher steht es bei uns in der Überschrift und auch im Link.

5. Die nofollow-Verlinkung (Google-Richtlinien)

Laut den Google-Richtlinien müssen sog. “paid-links”, also bezahlte Links, was bei einer Koop der Fall ist, auf “nofollow” gesetzt werden (ich benutze dafür das Plugin “Relativ Nofollow Checkbox“). Das bedeutet, dass Google diesen Link nicht in die Bewertung der Seite einfließen lässt. Macht Ihr das nicht, kann es passieren, dass Google Euren Blog und die Seite des Unternehmens im Ranking herabstuft, nicht schön für beide Seiten.

6. Kein Teilen über die Facebookseite oder in Facebookgruppen

Ein sehr intensives Wochenende in diversen Facebookgruppen im letzten Jahr hat es gedauert um um die Erkenntnis reicher zu sein, dass man sog. branded-content, worum es sich bei einer Koop immer handelt, nicht bei Facebook teilen darf und, im Übrigen, noch nie durfte. Nicht über Eure Seite und auch nicht in Gruppen. Man darf es als Werbung teilen, allerdings nur über den Werbeanzeigenmanager, also ohne (!) es vorher gepostet zu haben. Zu diesem Thema gibt es einen sehr informativen Beitrag bei allfacebook.

*UPDATE* Seit Ende März 2017 ist es nun möglich, dass alle Seiten den sog. “Handshake” benutzen und damit auch branded-content bei Facebook teilen dürfen. Hier findet Ihr die Erklärung von Facebook dazu und hier schonmal einen ersten informativen Beitrag in dieser Hinsicht.

7. Gewerbe und Steuern

Um ehrlich zu sein, möchte ich hierauf nur kurz eingehen. Grundsätzlich ist es so, dass jemand, der in Gewinnerzielungsabsicht handelt, auch ein Gewerbe anmelden muss. Darauf folgt dann auch die steuerliche Erfassung. Einen guten Beitrag dazu habe ich hier gefunden. Es ist auf jeden Fall der richtige und zutreffende Weg, gerade wenn man vielleicht anderweitig, sei es mit Affiliate oder ähnlichem, mit seinem Blog Geld verdienen möchte. Seit Ihr Euch sehr unsicher, fragt am besten in Eurer Gemeinde und/oder bei Eurem Finanzamt nach. Das Thema “Bloggen” wird immer noch sehr unterschiedlich behandelt.

Unter Beachtung dieser Punkten durften wir Euch schon viele wunderbare Kooperationen vorstellen, die viel Spaß bereitet haben.  Und ich freue mich schon riesig auf die Nächsten…in diesem Sinne: happy blogging! ♥

 

 


Bitte beachtet im Hinblick auf die rechtlichen Dinge, dass ich keine Expertin bin, und mir das nach besten Wissen und Gewissen erarbeitet habe.

Kooperationen




miDoggy



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8 Comments
  1. Alina 10 Monaten ago

    Sehr schön zusammengefasst! 🙂 Hoffentlich nehmen sich das auch mal einige zu Herzen, die leider nicht so eindeutig kennzeichnen. :/

    • Author
      miDoggy Lola 10 Monaten ago

      Vielen lieben Dank 🙂 Ja, das hoffe ich auch, wobei ich bei Hundebloggern nur ganz selten eine fehlende Kennzeichnung entdecke, das sieht in anderen Branchen schon ganz anders aus :/

  2. Claudia 10 Monaten ago

    Danke für die nützlichen Tipps. Lg Claudia

  3. Hundebloghaus 10 Monaten ago

    Anzeige klingt wirklich besser als Werbung:-)… Merk ich mir, danke für den Tipp.
    LG Danni

    • Author
      miDoggy Lola 10 Monaten ago

      Gell 🙂 freut mich 😀

      Liebe Grüße
      Julia

  4. […] Blogempfehlung: Na, da schlagen wir euch den Gastschreiber vor. Der Blog hat noch Welpenpfötchen und tapst in der Bloggerwelt frisch geschlüft herum. Vorbeisehen lohnt sich -> http://www.franzifeels.de Beitragsempfehlung: Für alle (Hunde-)Blogger habe ich einen passenden Beitrag von midoggy.com über Kooperationen mit Unternehmen. Denn derzeit wird hier auch das Hirn zermatert, wie wir was kennzeichnen. -> Kooperationen mit Unternehmen als Blogger […]

  5. […] Blogempfehlung: Na, da schlagen wir euch den Gastschreiber vor. Der Blog hat noch Welpenpfötchen und tapst in der Bloggerwelt frisch geschlüft herum. Vorbeisehen lohnt sich -> http://www.franzifeels.de Beitragsempfehlung: Für alle (Hunde-)Blogger habe ich einen passenden Beitrag von midoggy.com über Kooperationen mit Unternehmen. Denn derzeit wird hier auch das Hirn zermatert, wie wir was kennzeichnen. -> Kooperationen mit Unternehmen als Blogger […]

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