Die ersten Wochen – Gedanken vor und nach der Anschaffung eines Tierschutzhundes

Gedanken die Hundebesitzern vertraut sein werden & solchen die es werden (wollen) ☃️💭

Währrend ich diesen Artikel beginne zu schreiben, liege ich in einer, sagen wir halbwegs bequemen Position, mein Hund liegt neben mir und hat *danke* aufgehört mich anzuschubsen, weil ich ihn weiter streicheln soll.

Der Traum (fast) jeden Kindes/Jugendlichem/Erwachsenem, ist ein Hund. Ein bester Freund. Jemand der einem alles gibt, wenn niemand etwas geben möchte und der sich dann zuwendet, wenn alle anderen sich abwenden.

Ein Lebewesen, dass einem bedingungslose Liebe schenkt.

Ein Lebewesen was dich sein Lebenlang begleiten wird.

Das macht einen Hund aus. Das ist ein Hund.

Bedinungslose Liebe. Etwas was einem Menschen nicht geben, Menschen urteilen zu gerne und zuoft. Menschen beurteilen mit größtem Vergnügen, obwohl sie selber nicht beurteilt werden wollen. Vielleicht klingt ein Hund neben seinen anderen Vorzügen auch deswegen so gut.

Andere Vorteile (aus meiner Sicht) sind zum Beispiel:

• man lebt länger (für die Egoisten;) da dass Immumsystem gestärkt wird

• ein Hund zwingt einen min. dreimal am Tag hinaus zugehen, sprich sich körperlich zu betätigen

• er ist s.o. ein bester Freund & Seelentröster

(• man kann ihn wunderbar bemuttern* Achtung…)

Es gibt noch unzählige Argumente FÜR einen Hund, schreibt eure wichtigsten mal in die Kommentare. Würde mich sehr interessieren was eure Favoriten sind!

Aber natürlich gibt es nicht nur Argumente für einen, sondern auch gegen einen Hund.

Mit diesem Artikel möchte ich eure Seifenblase zerplatzen lassen, euch eure rosa-rote Brille herabreißen, sprich die Nackte Wahrheit über das Leben mit (m)einem Hund errzählen.

& Wozu? Damit ihr von vorneherein das richtige Erwartet bzw. nicht zuviel erwartet und natürlich um allen Mensch-Hunde Teams die beste Vorraussetzung für eine lebenslange Liebe zuschenken.

Die Jahre vorher…

Seit ich (in den Augen meiner Mutter) alt genug war, ich rede von ungefähr meinem 10 Lebensjahr, habe ich mich um Pflegehunde aller Rassen und Größen gekümmert.

In zwei aufeinander folgenden Jahren kam, jedes mal zwei Wochen in den Sommerferien, Chicky zu uns. Da war ich 14 / 15. Ein kleiner fauler Hund, dessen Leben aus ABSOLUT NICHTS besteht, als aus schlafen und kuscheln. Am besten kombiniert, sprich auf dem Menschen drauf zuschlafen. Sehr, sehr liebenswert.

Chicky

Ein halbes Jahr vorher habe ich ein zwei Wöchiges Praktikum bei der Besitzerin eines Therapiehundes, eines der ein solcher werden sollte und eines Straßenhundes ohnes “Berufes” gemacht, das meine Erfahrumgen doch sehr bereichert hat und sowieso eine sehr schöne Zeit war.

An dieser Stelle nocheinmal: vielen lieben Dank an meine damalige Arbeitgeberin. ❤

Krümel & Hertha

Desweiterin habe ich ein paar Monate vorher neun Tage lang auf ein Haus aufgepasst, indem ich alleine mit dem Boxer-Rottweiler Mischling “Eddi” gelebt habe. Ein ebenso liebenswerter Hund, der hoffentlich noch lange bei uns weilt. Zu dieser Zeit war Eddi schon 15 Jahre alt. Ich musste nicht mehr viel mit ihm raus, aber es war ein unbezahlbarer Einblick ins “wahre” Leben. Schließlich musste ich von dort aus selbstständig zur Schule fahren oder Einkaufen gehen etc. Was die Erfahrung mit einem eigenen Hund angeht, habe ich ein sehr gutes Gefühl für das früher aufstehen bekommen. Oder das “der-Hund-will-nicht-aufstehen-muss-jetzt-aber-raus” bekommen, was zentner schwer meine spätere Entscheidung beeinflusst hat.

Die Wochen vorher…

Warum auch immer ihr einen Hund wohlt, es steht nun also fest das ihr euch einen leisten könnt. Ihr habt euch bereits einen Rassetyp heraus gesucht (jeder hat seine Lieblinge, gebt es zu!) und euch über diesen GRÜNDLICH informiert? Dann habt ihr natürlich auch schon gecheckt wie ihr einen Hund zeitlich managen wollt? Perfekt. Jetzt geht es darum den Hund zu finden. Euren Hund!

Aber wo sucht man? Ein heikles Thema das hier den Rahmen sprengen würde. Wir haben Bella von einer kleinen, privaten Tierschutzorganisation aus Kroatien. Da sie schon Erwachsen war und die Pfegestelle weit weg gewohnt hat, konnten wir sie am ersten Tag direkt mitnehmen. Egal ob ihr das machen könnt oder nicht solltet ihr euch nun vorbereiten:

Habt ihr ein Tierheim/schutzorganisation gefunden, ein Tier ausgesucht und euch dafür beworben? Dann geht es jetzt darum einzukaufen. Ahh endlich. Wie ich bereits hier beschrieben habe, shoppe ich lieber für den Hund… mein kleines Laster…(jaja klein aber fein oder eher teuer)

Was brauche ich denn jetzt WIRKLICH?

Unsere Sachen (abzüglich Futter)

Es gibt sooo viele Checklisten und Tipps aber im Endeffekt haben wir noch ganz andere Sachen gebraucht, das steht jetzt alles hier für euch.

Wir gehen dabei von Bella, einem Jack-Russel-Beagle Mix aus der 39cm groß ist. Bedenkt; größer ist leider auch teurer.

Die ,,Basics”:

• 2x Futternapf

• 1x Führleine

• 1x Geschirr

• 1x Halsband

• 2x Körbchen

• Biothane Schleppleine

• Silikonmatte für Näpfe (absolute KAUFEMPFEHLUNG!!!!)

• Futter

Für den Transport haben wir:

• Sitzschonbezug

• Anschnallgurt

(Kommt auf den Hund an, lässt sich nicht pauschal sagen, Bella hasst Autofahren und kann nur auf meinem Schoß sitzen, den Anschnallgurt hätten wir uns also bis jetzt schenken können)

Was man sowieso noch kauft:

• Leckerlis (achtet auf gesunde*)

• Kauknochen & Kausachen

• Spielzeuge

Ausrüstung für euren Hundesport:

(Kommt drauf an)

Bei uns zb.

• Fahrradstange

Unschlagbare Geheimtipps:

• Gassigürtel (bzw. Sport- und Aktivgürtel)

• Leckerchenbeutel

• Clicker

• faltbare Näpfe

Dinge an die niemand vorher denkt:

• Hundemantel von Wolters (wer plant schon das es hier mal schneit und das der eigene Hund kein Fell am Bauch hat?!)

Ersatzgeschirr weil das gekaufte dann doch nicht so macht wie man will

• Hundegeschirr von Hunter

Damit solltet ihr definitiv bedient sein und es sollte euch an nichts fehlen 🙂

Die ersten Tage (Wochen, Monate)

Jeder Hund ist anders. Bei uns hatt das einleben nicht lange gedauert. Obwohl Bella immernoch auftaut, was unser Verhältnis angeht, meine ich.

Es braucht allerdings schon seine Zeit bis beide Seiten sich aneinander gewöhnen. Aber die Zeit macht auch Spaß, vorausgesetzt ihr werdet beide ruhig und kommt weg von der anfänglichen Nervosität.

Tierschutzhunde können vor Menschen Angst haben, oder haben nie in einem Haus gelbet etc. Deswegen kann ich euch nichts verallgemeinern. Es sind eben Individuen. Meine Tipps:

•Füttert die ersten Tage aus der Hand

• Clickert

• traniert vom ersten Spaziergang an

• lasst eurem neuen Freund viel Zeit und Ruhe

• setzt Grenzen und Regeln von Beginn an durch

• Routine im Alltag hilft beiden

Fazit…

Meine Meinung nach knapp 2 Monaten; Nie wieder ohne kann ich schon versprechen!

Ein Hund ist eine wahre Bereicherung und verbessert mein Leben so ungemein. Außerdem erfüllt es mich mit SO viel Stolz die ganzen Erfolge zu sehen, die wir gemeinsam erreichen.

Hier sind aber auch mal ein paar Nachteile über das Leben mit Hund:

  • Du musst jetzt ständig aufpassen, denn Blödsinn fällt deinem Hund ständig ein (lernt man auf die harte Tour…)
  • Nichts herumliegen lassen, hat dein Hund auch das Staubsaugergen?!
  • Keine Langeweile aufkommen lassen, sonst wird etwas sein Leben lassen (Taschentücher zB.)
  • Kein Tag Pause, ob heiter Sonnenschein, strömender Regen oder eiskalter Schneewind
  • Dein Zeitmanagement könnte leiden, erstrecht wenn du mal Zuhause arbeiten musst, die Aufgaben stapeln sich dann
  • Vielleicht frisst dein Hund seine Kacke oder seine Kotze oder macht in Haus etc.

Auch hier gibt es noch mehr, schreibt auch eure größten Nachteile oder schlimmen Erlebnisse in die Kommentare. Ich freue mich schon!

Bis zum nächsten mal

Eure Mia mit Bella




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