Futter und Verhalten

Futter und Verhalten

So, es ist mal wieder Zeit für ein Lebenszeichen von mir.

Bei uns ist nämlich einiges los: vor wenigen Monaten haben wir noch gegen unerklärliche Durchfälle gekämpft, dann kamen Hautirritationen dazu und langsam aber sicher war klar: Da gibt´s ne Allergie! Ein Bluttest konnte uns dann versichern: Rind, Hund, Pute, Soja und Mais sind ein No-Go, dazu reagieren wir auch noch auf Futter- und Hausstaubmilben. So fiel also auch das bisher bei uns beliebte Wolfsblut Trockenfutter flach. Zum Glück, muss ich nun sagen, denn in meiner derzeitigen Ausbildung zur Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen habe ich erst begriffen, dass ganz und gar nicht tiergerecht ist, seinem Hund höchst prozessiertes, und damit sehr naturfremdes Futter vorzusetzen. Ich wusste nämlich gar nicht, dass der Verdauungstrakt des Hundes dem Wolf noch ziemlich ähnlich ist, also die Domestikation quasi verpennt hat. Auch aus Dosenfutter ist leider schon alles Leben herausgekocht, schade eigentlich, gibt es doch mittlerweile so viele wohlkingende Rezepturen in der Blechverpackung.
Mittlerweile bin ich zu einer richtigen BARF-Freundin geworden. Dieses Konzept überzeugt mich rundum.
Dennoch wird mein Bruno nicht komplett gebarft, wir haben da nämlich auch die eine oder andere Verhaltensökologische Baustelle:
Bruno ist nämlich wild. Ein richtiger Wirbelwind, leider auch sehr schnell gestresst und irgendwie immer nervös. Diese Symptome würden wir mit den Mengen an Protein, die wir beim Barfen geben würden, erst recht “füttern”. Dieses hat schon Mugford im Jahr 1987 herausgefunden. Ich nun auch, denn mit ca. 10-15% Protein im aktuellen Futter ist mein Hund deutlich stressresistenter geworden und kann sich auch sehr viel schneller wieder beruhigen.
Nicht nur der Proteingehalt hat einen direkten Einfluss auf das Verhalten meines Hundes, sondern auch die Kohlenhydrate: Bei unserem zuletzt gefütterten Trockenfutter konnte ich einen, wenn auch verhältnismäßig geringen, Kohlenhydratanteil von 35% errechnen. Mein derzeit favorisiertes Dosenfutter (getreidefrei) liegen wir bei gerade einmal 3-7%, je nach Sorte. Und siehe da: Das Hundchen erinnert fast an einen normalen Hund! Eine wirklich positive Veränderung für uns alle!
Weiterhin achte ich auf ein gutes Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6 Fettsäuren, aber dies ist ein Kapitel, welches ich selbst gerade erst angerissen habe, also muss ich mich da erst selbst richtig schlau machen, bevor ich hier schwadroniere. Also bis bald…




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