Blogparade: Leben mit schwierigem Hund

Hallo Ihr da draußen,

es ist zwar schon Mitte Mai, aber wir möchten euch unsere Geschichte zum Thema: Leben mit schwierigen Hund die von uns erzählen. Wir danken Hundekind Abby und ihrem Frauchen für das schöne Thema.

Nun, ich weiß garnicht wo ich zuerst anfangen soll.

Da uns viele nicht kennen denke ich, dass ich damit anfange, wie Barry zu mir kam.

Barry ist ein mittlerweile 6 Jähriger Briard Mix, der vor 3 Jahren zu mir kam.

Er hatte vor mir schon 2 Besitzer. Kurz und knapp Familie 1 bekam das neute Kind und gab ihn dann angeblich aus Zeitmangel ab. Da soll er angeblich der tollste und gehorsamste Familienhund gewesen sein – jaja! Wer es glaubt

Die Dame, die ihn vor mir hatte litt an COPD und hatte Barry zu sich genommen, weil er änlichkeiten mit ihrem vorhandenen Rüden hatte. Holte sich aber zu zwei intakten Rüden eine intakte Hündin dazu und wunderte sich, warum die beiden Rüden aufeinmal zu Kontrahenten wurden. Aber von Erziehung und training verstand die gute Frau gleich null.

Dann kam er zu mir und ich machte gleich die größten Anfängerfehler und ließ ihn “ankommen” ohne, dass ich von vorne rein klar machte, wo die Grenzen waren und so fing er an mir auf der Nase rum zu tanzen.

Er ist mein erster Hund und ich hatte fast keine Hundeerfahrung und fragte dann natürlich ihn verschiedenen Sozialmedias und bekam die merkwürdigsten Ratschläge.

Naja soweit so gut ich schweife vom eigentlichen Thema ab.

In den 3 Jahren, wo Barry hier lebt haben wir höhen und Tiefen erlebt. Er hat mich gebissen, aber es war kein Grund für mich ihn aufzugeben und zudem war es meine eigene Schuld, da ich ihn zu sehr bedrenängt hatte.

Danach war es dann so, dass er immer öfters Sachen klaute, diese bunkerte und auch mächtig Aggressiv wurde mir gegenüber. Leinenführigkeit und Hundebegegnungen waren der größte Horror und nach der Kastration wurde er auch noch immer unsicherer und ließ keine Nähe zu.

Nach harten 2 1/2 Jahren Training mit vielen Trainingsmethoden und Geduld, Liebe und einer Einstellungsänderung meinerseits, merkte man Tag für Tag, was er für Vortschritte machte. Er ließ nach und nach wieder Nähe zu und klaute immer weniger.

Heute ist es so, dass er die Nähe viel und oft einfordert. Doch leider hat das alles dennoch seine Schattenseiten. Barry ist ein Hund der weiß wer er ist und was er kann und stellt mich jeden Tag aufs neue auf dei Probe und fragt jeden Tag aufs neue egal wie meine Persönlichkeit und Führung in Frage, somit ich jeden Tag aufs neue mit ihm in Verbindliche Gespräche gehen muss – zu meinem Schutz muss er einen Maulkorb tragen. Seine Ausraster sind weniger geworden. Er war früher wie Mr. Jakyll und Mr. Hyde von der einen auf der anderen Sekunde plötzlich aggressiv. Heute kann ich diese Zeichen besser deuten.

Draußen sind wir noch viel am Üben, denn Hundebegegnungen sind in vielen Situationen immernoch ein Horror. Egal was ich mache er springt immer in die Leine, selbst Hundetrainer wissen nicht warum er das so macht. Es ist wirklich anstrengend jedes Mal geballte 36 kg in der Leine zu haben und die Blicke der Anderen zu sehen. Manchmal denke ich mir – Warum ich? Warum habe ich diesen Hund genommen? Warum bekomme ich immer solche schweren Aufgaben? Warum kann mein Hund nicht so sein, wie “gut erzogene, gehorchende” Hunde? Und spiele auch mit dem Gedanken ihn an jemanden abzugeben, der sich mich solchen Hunden, wie ihm besser auskennt.

Doch, dann bekomme ich von Freunden, Familie und auch den Trainern, die mir tatkräftig zur Seite stehen immer er ist wieder die Bestätigung, wie weit wir doch sind und wie toll er sich durch meine Hilfe gemacht hat und dann denk ich auch – Ja und? Er muss nicht wie andere Hunde sein. Er ist nunmal so und ich hab ihn kir ausgesucht bzw. er hat mich ausgesucht und ich werde es schaffen mit ihm egal wie viel Arbeit, Kraft und Geduld es kostet. Egal wie viele Rückschläge es geben wird, denn es gibt dann auch doppelt soviele Fortschritte zurück.

Mir wurde mal gesagt, ich würde meinen Hund nicht lieben, dass würde bei uns auf der FB Seite so rüber kommen. Würde ich ihn nicht Lieben, hätte ich ihn nach dem Biss schon längst abgegeben. Würde ich ihn nicht lieben hätte ich mir NIE die Mühe gemacht jeden Tag mit ihm zu üben etc.

Würde ich ihn nicht lieben könnte er mir, der Borderlinerin, nicht jeden Tag aufs neue zeigen, dass das Leben schön sein kann auch mit einen schwierigen Hund wie Barry.

 

Ich hoffe es hat euch gefallen und wenn ihr noch Fragen habt, dann Fragt ruhig

 

Ganz liebe Grüße

Barry & Brina




Hunde Plattform miDoggy


miDoggy


“ausbruchsicheres


2 Comments
  1. Profilbild von Kalle
    Kalle 3 Monaten ago

    Liebe Brina,
    ein sehr schöner Artikel. Es ist toll, dass du zu deinem Hund stehst und ihn nicht aufgibst. Man bekommt den Hund, der einem zugetraut wird. 🙂
    Kalle ist auch kein einfacher Hund (wenn auch nicht so schwierig wie Barry). Das macht das Leben nicht einfacher, aber interessanter und bunter.
    Liebe Grüße,
    Nora, Mia und Kalle

    • Profilbild von Barry Author
      Barry 3 Monaten ago

      Hallo,
      ja da hast du recht. Dieser Spruch ist schon fast mein Leitspruch geworden. Ein Trainer sagte mal zu mir: Er braucht einen Therapeuten, also sei du es und er wird der deine sein. Der Trainer hatte zwar nichts drauf aber der Satz stimmt. Ich hab viel von Barry gelernt und auch durch ihn bin ich Sympthomfrei.
      Liebe Grüße
      Brina und Barry

Leave a reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

 

©2017 miDoggy All rights reserved.

or

Log in with your credentials

or    

Forgot your details?

or

Create Account